Die Militärregierung besteht seit den Putschen von 2020 und 2021 fort, wobei inzwischen alle zentralen Machtpositionen von Militärs besetzt sind. Die versprochenen Wahlen haben bislang nicht stattgefunden, und sowohl die politische Partizipation als auch die Rechtsstaatlichkeit wurden zunehmend eingeschränkt.
Die Auswirkungen des Klimawandels und der verschärften Sicherheitslage führen zu wirtschaftlicher Instabilität. Energiekrise, gestiegene Armut und Vertreibung in großem Umfang sind Ausdruck einer sich zuspitzenden humanitären Krise.
Der Abzug der UN-Mission hat zu einer weiteren Eskalation des Konflikts zwischen den malischen Streitkräften und Tuareg-Rebellen geführt. Mit russischer Unterstützung befinden sich die malischen Streitkräfte in einer gestärkten Position. Die internationale Zusammenarbeit mit westlichen Partnern hat sich stark verschlechtert, die Beziehungen zu regionalen Organisationen sind angespannt, weshalb die regionale Kooperation vor allem bilateral erfolgt.