Malawi bleibt seit der Einführung des Mehrparteiensystems1994 eine Demokratie. Ein wegweisendes Urteil des Verfassungsgerichtes erklärte die Wahlen von 2019 für ungültig. Dies stärkte die Unabhängigkeit der Justiz und veränderte den politischen Wettbewerb grundlegend, da Koalitionsbildungen notwendig wurden. In der Folge gewann die Tonse Alliance die Neuwahlen. Gleichzeitig wirft der zunehmende Einsatz ethnischer Symbolik im Parteienwettbewerb Fragen zur politischen und sozialen Integration auf.

Die Wirtschaft Malawis ist strukturell schwach und stark von kleinbäuerlicher Landwirtschaft geprägt. Geringes Wachstum, hohe Finanzierungskosten, eine unzuverlässige Stromversorgung und Defizite in der Telekommunikationsinfrastruktur behindern die wirtschaftliche Entwicklung. Soziale Sicherungssysteme sind fragmentiert und weitgehend von Geberfinanzierung abhängig, während die zunehmende staatliche Verschuldung die fiskalische Vulnerabilität erhöht.

Die Regierungsführung ist durch begrenzte Ressourceneffizienz, mangelnde Haushaltsdisziplin und weit verbreitete Korruption belastet. Externe Schocks wie wiederholte tropische Wirbelstürme stellen strukturelle Herausforderungen dar.

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