Regierungswechsel fanden Ende 2019 und erneut nach den Wahlen 2020 statt, als relativ schnell eine liberal-konservative Drei-Parteien-Koalition ausgehandelt wurde. Sie bildete sich um die Liberalen, und ein Präsident der gleichen Partei wurde für eine zweite Amtszeit gewählt. Das Parlament blieb jedoch bis Ende des Jahres in den Händen der Opposition.

Infolge der COVID-19-Pandemie erreichte das rumänische Haushaltsdefizit ein bis dahin nicht gekanntes Ausmaß und die Staatsverschuldung stieg entsprechend an. Die Auswirkungen der Krise wurden durch öffentliche Ausgaben gemildert, wodurch die Arbeitslosigkeit niedrig gehalten werden konnte. Die größten Sorgen bereiten mehrere strukturelle Schwächen wie das regionale und das Stadt/Land-Gefälle sowie der hohe Anteil der nicht besteuerten Schattenwirtschaft, wodurch die Steuereinnahmen insgesamt unter 30 % des BIP liegen, dem niedrigsten Wert in der Europäischen Union.

Die COVID-19-Pandemie hat schwerwiegende Schwächen im Bildungs- und Gesundheitswesen aufgedeckt. Fehlausgaben und Veruntreuung bleiben zentrale Probleme, und das öffentliche Auftragswesen ist nach wie vor von Korruption geprägt.

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