Eswatini ist weiterhin die letzte absolute Monarchie Afrikas, in der König Mswati III und seine Mutter, Königin Ntombi, entscheidende Kontrolle über alle drei Staatsgewalten ausüben. Politische Parteien sind weiterhin von Wahlen ausgeschlossen, und die politische Partizipation ist stark eingeschränkt. Im Berichtszeitraum hat sich die Repression verschärft: Berichte über willkürliche Inhaftierungen, Folter und langjährige Haftstrafen gegen Oppositionsakteure haben zugenommen. Der Handlungsspielraum für Zivilgesellschaft und Proteste ist weiter geschrumpft, während Sicherheitskräfte zunehmend brutal gegen Demonstrationen vorgehen.

Die wirtschaftliche Entwicklung ist von Ungleichheit geprägt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut, während die weitreichenden wirtschaftlichen Interessen der Königsfamilie und ihre unvorhersehbaren politischen Eingriffe die Marktbedingungen verzerren. Der Klimawandel verschärft die sozioökonomische Lage zusätzlich durch anhaltende Dürren, Wasserknappheit und Bodendegradation.

Die Regierungsführung ist durch geringe Reformfähigkeit und schwache Rechenschaftspflicht gekennzeichnet. Der im Oktober 2023 abgehaltene Sibaya-Dialog bot kein inklusives Forum für politischen Wandel. Die regionale und internationale Einbindung bleibt begrenzt, wodurch externer Druck für demokratische Reformen gering ist.

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