Unter Präsident Emmerson Mnangagwa erlebte Simbabwe eine Militarisierung der staatlichen Institutionen, eine weitere Verengung des demokratischen Raums und die Nichteinhaltung des Rechtsstaatsprinzips. Die zunehmende Repression führte zu einer Polarisierung und einer anhaltenden Pattsituation zwischen der Zimbabwe African National Union-Patriotic Front (ZANU-PF) und dem Movement for Democratic Change.

Der anhaltende wirtschaftliche Niedergang Simbabwes, verschärft durch die Auswirkungen von COVID-19, war durch hohe Preise, Bargeldknappheit und einen enormen Schuldenüberhang gekennzeichnet. Die schrittweise Wiedereinführung des Simbabwe-Dollars führte zu einer Rekordinflation, die im Juli 2020 mit über 700 % ihren Höhepunkt erreichte. Der wirtschaftliche Niedergang führte zu einer schweren humanitären Krise, so dass Ende 2020 über sieben Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen waren.

Viele der Herausforderungen des Landes wurden nicht angegangen oder haben sich sogar noch verschärft. Das Ausbleiben von Reformen, die anhaltende Repression und die zunehmend konfrontative Rhetorik der ZANU-PF haben die internationalen Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit Simbabwe zum Stillstand gebracht.

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